AUFRUF GEmeinsam für Gelsenkirchen:

19. Februar 2010

Diesen Aufruf können Sie auf türkischer oder russischer  Sprache lesen!

Gelsenkirchenerinnen und Gelsenkirchener – beteiligt Euch an diesem Protest. Die Zukunft unserer Stadt und damit auch unsere Zukunft ist in Gefahr! Unterzeichnet den Aufruf „GEmeinsam für Gelsenkirchen“, der an den deutschen Bundestag und an den nordrheinwestfälischen Landtag gerichtet ist.
Fordert mit uns: „Gleiche Lebenschancen für alle Menschen in Nordrhein-Westfalen“.
Jetzt gemeinsam handeln, damit wir für morgen ein lebenswertes Gelsenkirchen weiterentwickeln können.
Dazu brauchen wir Sie! Mischen Sie sich ein – Es ist unsere Stadt!
Gelsenkirchen wehrt sich!
Denn auch Gelsenkirchen hat ein Recht auf eine gute Zukunft!

Die Erstunterzeichner:

AWO Unterbezirk Gelsenkirchen-Bottrop,
Gudrun Wischnewski, Geschäftsführerin

Caritasverband Gelsenkirchen,
Peter Spannenkrebs, Caritasdirektor

DRK-Kreisverband Gelsenkirchen e. V.,
Klaus-Dieter Heinze, Kreisgeschäftsführer

Diakoniewerk Gelsenkirchen und Wattenscheid,
Matthias Kreft, Diakoniepfarrer

Der Paritätische Kreisgruppe Gelsenkirchen,
Norbert Korte, Geschäftsführer

Jüdische Gemeinde Gelsenkirchen,
Judith Neuwald-Tasbach, Vorsitzende

Die Liste der 1539 Unterschriften als Pdf

Vorlage für die Unterschriftenliste zum Ausdrucken als Pdf

In dem Sie die Petition absenden, erhalten Sie eine Mail unter der angegebenen Mailadresse, mit der Aufforderung Ihre Unterstützung des Aufrufes zu bestätigen. Erst dann erfolgt der Eintrag in die nachfolgende Unterstützerliste.

Wir, die Unterzeichneten möchten Sie bitten diese Petition hier online zu unterschreiben:

E-mail Adresse:

Name:

Vorname:

Plz, Stadt:

Verein/Einrichtung:

Wenn Sie anonym bleiben möchten, machen Sie einen Haken in das Kästchen. In diesem Fall erscheint in der Liste der Unterstützer lediglich Ihr Vorname und der Ort:

Unterstützerliste:

Bertsch, Jeffrey, 45897 Gelsenkirchen,

Bertsch, Ulrike, 45897 Gelsenkirchen,

Bittner, Eva , 45894, Gelsenkirchen ,

xxxxxxxx, Judith, 45879 Gelsenkirchen, Jüdische Gemeinde GE

Bork, Jutta, 45889 Gelsenkirchen,

Bork, Vanessa, 45889 Gelsenkirchen,

Bork, Benjamin, 45889 Gelsenkirchen,

DILLMANN, OSWIN, 45896 GELSENKIRCHEN, AWO Hassel-Nord

Puzicha, Ursula, 45886 Gelsenkirchen,

Ursula, Dreßen, 45897/Gelsenkirchen,

xxxxxxxx, Lukas, 45899 Gelsenkirchen,

Bogler, Brigitte, 45879 Gelsenkirchen, Elisabeth-Käsemann-Familienbildungsstätte

Klein, Denise, 45881 Gelsenkirchen, Stadtspiegel

Rudde, Bernd, Gelsenkirchen,

Andreas-Hribernigg, Uwe, Rheinelbestraße 58, Ehrenamtsagentur Gelsenkirchen e.V.

Hribernigg, Monika, Rheinelbestr. 58, 45886 Gelsenkirchen,

Duclercq, Marie-Cécile, Plutostr. 98, 45888,

Terörde, Helmut, Heinrich Vennekamp Weg 14, 46395 Bocholt, Caritasverband Gelsenkirchen

Adam, Oliver, Bochumer Str. 11, 45879 Gelsenkirchen, Caritas Gelsenkirchen

Stumm, Norbert, Schlehenweg 4 c, 46286 Dorsten, Das Weiße Haus, Hochstr. 80, 45894 Gelsenkirchen

Stieler, Wolfram, Auf dem Dreisch 4, 45888 Gelsenkirchen, SKF Gelsenkirchen

Röber, Stefanie, Kolberger Str. 11, 45899 Gelsenkirchen, AWO / Quartiers-Werkstatt

Stücker, Bernd, Eduardstraße 12, 45891 Gelsenkirchen, AWO/Ehrnamtsagentur

Ingenfeld-Hanster, Marita, Savignystr. 31, 45147 Essen, Fachstelle Demenz

Schaaf, Marc, , Bochum, AWO Unterbezirk Ruhr-Mitte

Apel, Margarete, Virchowstraße 82, 45886 Gelsenkirchen,

Wittka, Pastor, Gerd, Industriestr. 13, 45899 Gelsenkirchen-Horst, Pfarrei St. Hippolytus, Gelsenkirchen-Horst

Bleines, Arne, Kettelerstr. 61, 48147 Münster, Caritasverband für die Diözese Münster e.V.

Natschke, Hildegard und Siegfried, Schultestr. 16, 45879 Gelsenkirchen,

Löhken-Mehring, Gertrud, Altenderner Str. 168 b, 44329 Dortmund, AWO

Flottmeier, Meinolf, Am Stadelhof 15, 33098 Paderborn, Caritasverband für das Erzbistum Paderborn

Bergmann, Jörg, , 45891 Gelsenkirchen,

Ehms, Wolfgang, Spichernstr. 7, 45886 Gelsenkirchen, AfA Betriebsgruppe BOGESTRA

Bungert, Heinz, Spichernstraße 29, 45886 Gelsenkirchen, SPD

Brückner, Udo, Flöz Dickebank 9, 45886 Gelsenkirchen,

Kortenbruck, Annemarie, Kriemhildstraße 40, 45892 Gelsenkirchen, Caritas-Konferenzen Deutschlands

Heinemann, Monika, Herner Str. 29, 45886 Gelsenkirchen,

Rudnik, Annegret, Oemkenstrasse 2a, 45892 Gelsenkirchen, Fud/ Caritas

Niblau, Holger, Augustin-Wibbelt-Str. 19, 45894 Gelsenkirchen, SPD

Wehrhöfer, Birgit, Liebfrauenstraße 2, 45881 Gelsenkirchen,

Wieczorek, Manfred, Liebfrauenstraße 2, 45881 Gelsenkirchen, freier Journalist

Aufruf der Arbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege in Gelsenkirchen

19. Februar 2010

Der finanzielle Gestaltungsspielraum der Stadt Gelsenkirchen ist dramatisch eng und wird immer noch enger. Dies hat auf Dauer gravierende Folgen für die Stadt und ihre Bürger. An vielen Stellen erkennt man schon heute das seit Jahrzehnten fehlende Geld für notwendige Investitionen.

Seit vielen Jahren bemüht sich Gelsenkirchen durch Haushaltskonsolidierung aus der Schuldenfalle herauszukommen, Gestaltungsperspektiven zu entwickeln und gleichzeitig den wachsenden kommunalen Aufgaben gerecht zu werden. Ein Widerspruch, den Gelsenkirchen alleine nicht lösen kann.

Die Ursachen sind bekannt. Strukturwandel, Wirtschaftskrisen, Aufbau Ost, jetzt die Finanzkrise – ein Ende der Abwärtsspirale ist nicht abzusehen. Seit vielen Jahren wird dies politisch beklagt – geändert hat sich nichts.

In Nordrhein-Westfalen geht die Schere zwischen armen und reichen Städten immer weiter auseinander. Schuldenfreie Städte bieten kostenlose Kinderbetreuung, modern ausgestattete Schulen, attraktive Kulturförderung und vieles mehr, worauf Menschen in armen Städten verzichten müssen. Während „reiche“ Städte Fördergelder in Anspruch nehmen können, wird dies „armen“ Städten untersagt.

Wir nehmen diese Benachteiligungen nicht mehr tatenlos hin! Genug ist genug!

Wir wollen weitergehende Benachteiligungen nicht mehr akzeptieren. Und wir werden jetzt aktiv für die Zukunft unserer Stadt kämpfen. Wir fordern von Land und Bund mit den gegenseitigen Schuld- und Kompetenzzuweisungen Schluss zu machen und einen Weg zu finden,

  • von Bund und Land verursachte gesetzliche Verpflichtungen vollständig gegen zu finanzieren,
  • die Altschulden der Kommune abzulösen, damit die Stadt von den horrenden Zinszahlungen entlastet wird – z.B. durch einen Fonds auf der Landesebene,
  • die Belastungen „arme“ Kommunen wie Gelsenkirchen durch den „Fonds deutsche Einheit“ einzustellen,
  • die strukturelle Unterdeckung des kommunalen Haushaltes auch durch ein gerechtes und solidarisches System der Lastenverteilung zwischen „armen“ und „reichen“ Städten zu beseitigen.

Das Geld muss dort eingesetzt werden, wo die Menschen leben und arbeiten, wo die Kinder heranwachsen und die Senioren versorgt werden. Wir wollen in Gelsenkirchen Leben gestalten und Benachteiligte einbeziehen. Wir brauchen kulturelle Vielfalt, soziale Teilhabe für Arme, eine Stärkung der Familien und vieles mehr, was das Leben in Gelsenkirchen so attraktiv werden lässt, dass es Lust macht, hier Kinder groß zu ziehen.

Gelsenkirchen, 19.02.2010